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Wien, Archiv der Universität, Gründungsurkunde 1365 (Lad. XXXVII.1)

Signatur: Lad XXXVII.1
Datierung: 12.3.1365
Entstehungsort: Wien
Ort: Wien, Archiv der Universität
Beschreibstoff: Pergament
Provenienz: Wien
Inhalt: Stiftbrief der Herzöge Rudolf IV., Albrecht III und Leopold III.: Indikationen für die Zelebration des Gottesdienstes und der Feierlichkeiten im Stephansdom unter Beteiligung der Universität.
Musikbezug:

Der Kantor soll so wie der Kustos und der Dechant Schlüssel zum Heiltum haben.... Er soll die Orgel innehaben und damit den Gottesdienst recht begehen und darauch achten, daß der Gesang zum Gottesdienst ordentlich, vollständig und lobenswert vollbracht wird, daß man immer möglichst schön und gut singt... und er soll auch die Prozession ordnen und ausrichten. Er soll den Apostelaltar zur linken Seite erhalten und innehaben (heute, jener Chor, in dem sich das Friedrichsgrab befindet)...der Sangmeister (Kantor) soll miten im Chor einen eigenen Sitz beim lecter (Letter) haben... Wer die drei hernach beschriebenen Ämter singt, soll einen Evangeliar und lezner (Diakon und Subdiakol) haben... Es soll bei Tag und Nacht mit lauter und tragender Stimme zu den kanonischen Stunden gesungen werden... nach jeder Tatzeit sollen sie im Meßton das Gebet unserer Frau sprechen und jede Gebetsstunde soll mi hellem Gesang beschlossen werden, einem kurzen Antiphon von unserer Frau, ausgenommen sind die Zeit der Mette. der Non und der Vesper, die mit dem Antiphon "Salve Regina" zu beenden sind. (...)


Literatur:

Paul UIBLEIN, Mittelalterliches Studium an der Wiener Artistenfakultät. Kommentar zu den Acta Facultatis Artium universitatis Vindobonensis 1385-1416 (=Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien, Bd. 4, 2. Aufl., Wien 1995); Walter PASS, Musik im mittelalterlichen Wien, 6; Editionen von Paul UIBLEIN, 600 Jahre Universität (Wien 1965) S. 6-14 und Peter CSENDES, Die Rechtsquellen der Stadt Wien (=FRA, 3. Abt. Fontes Iuris, Bd. 9, Wien-Köln-Graz 1986) nr. 29.

Der Text ist übernommen aus der Edition von Paul UIBLEIN, 600 Jahre Universität Wien. Erinnerungsgabe des Bundesministeriums für Unterricht für die im Jubläumsjahr ihr Studium abschließenden Hörerinnen und Hörer (Wien 1965), S. 6-14 (mit Angabe älterer Drucke im Anhang). 


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Anmerkungen:

Die Urkunde enthält Bestimmungen über die innere Organisation, die akademische Gerichtsbarkeit und die Einrichtung eines eigenen Universitätsviertels innerhalb der Stadtmauern (nicht verwirklicht). Das Original der Urkunde befindet sich im Archiv der Universität Wien.

 


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Michel Foucault, Les mots et les choses

Paris 1966

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